Rechtliche Grundlagen/EG-ÖKO-Verordnung 2092/91 Drucken
In der „Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates vom 24 Juni 1991 über den ökologischen Landbau" wurde festgelegt, wie ökologischer Anbau grundsätzlich auszusehen hat. Dabei wurde ein Rahmen geschaffen, wie Bio-Produkte verarbeitet und gekennzeichnet werden müssen. Mit der Kontrolle dieser Vorschriften wurden die so genannten Kontrollstellen beauftragt.

Die EG-Öko-Verordnung knüpft an den Basisrichtlinien der „Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegung (IFOAM)" an, in der etwa 740 Verbände aus über 100 Nationen organisiert sind.

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Bis 1993 waren die Begriffe wie „Bio" oder „Öko" nicht geschützt. Damit Verbraucher durch Bezeichnung wie „biologisch", „bio" oder „öko" auf Lebensmittel nicht länger in die irre geführt werden, hat die EU 1993 die Verordnung 2092/91 zum ökologischen Landbau erlassen. Dies war der entscheidende Schritt in punkto Sicherheit bei Bio-Produkten.

Die EG-Öko-Verordnung schreibt Erzeugern und Verarbeitern vor, wie sie produzieren und welche Stoffe sie dabei verwenden dürfen. Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, darf auch nicht verwendet werden.

Ein weiteres Merkmal der Verordnung ist die Tatsache, dass in der gesamten Herstellungskette der Einsatz von Gentechnik verboten ist. So sind auch Zutaten, bei denen in Vorstufen des Herstellungsprozesses Rohstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt wurden, grundsätzlich verboten (z.B. Gewinnung von Dextrose aus gentechnisch verändertem Mais). Deshalb muss bei allen Produkten eine lückenlose Dokumentation bis zum Ursprung erbracht werden. Das heißt, jeder Vorlieferant muss eine so genaue Konformitätserklärung über die Herkunft seiner Rohstoffe abgeben. Die Kontrolle dieser Dokumentation liegt wie bereits zuvor beschrieben bei den EG-Kontrollstellen.